Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kürbissuppe&Süßkartoffelfritten gegen ausflippende Spiegelneuronen

Musik: Ben Howard - Every Kingdom


Es gibt Gerichte, die mich erden, einnorden und innere Ruhe schaffen. Solche, die andere vielleicht oberflächlich comfort food nennen würden. Nun schwirren in der Blogosphäre ja ungefähr hundert und eine Kürbissuppen herum, und zugegeben, ist im Herbst auch nicht sonderlich kreativ. Diese Suppe aber ist eben das einzige, beste, sichere Rezept gegen die innere überschäumende Spiegelneuronensuppe, die in mir gerade jemand kräftig herumgewirbelt hat.



Wenn alle Nervenenden gleichzeitig anstiften zum Lachen, Lärmen, Heulen und mich in verschiedenen Richtungen ziehen, dann hilft es mir, diese Suppe zu kochen. Anderen hilft zum Beispiel Käse.
So ist man erstmal ne Stunde mit Rumschnippeln beschäftigt (puuuh - kein Kontrollverlust in dieser Zeit). Und dann räumt der Geschmack sorgsam die Verwirrung zusammen zu etwas Wohligem, Klarem und Unverfälschtem.


Wer das mit den Spiegelneuronen jetzt nicht versteht: Male einen lächelnden Dinosaurier in ein Schrottkunstgemälde. Du wirst sehen, du lächelst zurück. Happy Herbst!


Was ist drin?
Hokaido, Mohrrüben, Porree, Wasser, Olivenöl, Meersalz, Pfeffer, vegane Gemüsebrühe, frische Petersilie

Mittwoch, 9. Juli 2014

Abendsonne & Grapischozi-Türmchen

Musik: The Mighty Oaks - Howl


Granatapfelbeeren, Pistazien, Schokolade, Zitronencrème und Abendsonne.. mehr braucht es nicht.

 
 
 


Freitag, 27. Juni 2014

what the f..ondant, was für eine Torte!

Musik: Vanilla Sky OST
Störköche: Robert&Lisa
(falls der folgende Text sich wie Selbstlobhuddelei liest, ich lobe vor allem das tolle Team!)


Hochzeitsprojekt Nr. 2.
Bei der Anfrage der Braut im Februar hatte ich noch dunkel im Hinterkopf, dass Nr. 1 ein fröhliches, zuckriges, wahnsinnig zeitintensives Unterfangen war. Alle möglichen Details, wie zum Beispiel, dass man für eine Woche keine süßen Sachen mehr essen mag (schlimm!) hatte ich verdrängt. Nun denn.

Wünsche des Paares:
Er: "Hauptsache, das sieht nicht aus wie´n nasser Klumpatsch."
Sie: "Ich will L.s hyperkalorienbombigen Schokotortenteig! Und ich mag den rosa Teig aus'm Papageienkuchen. Und Erdbeeren. Und Pudding."
Wir so: "Das müssten wir doch auch können." 


Nachdem L. in der Küche meiner Eltern den Ofen gerockt hat und R. seine strebermäßige Recherche nach gelatinefreiem Fondant und Canache in der Zubereitung noch mit autodidaktischer Brillianz und Ausdauer (er knetet und knetet und knetet) getoppt hat, war ich beim Schokopusteblumenmalen ziemlich eingeschüchtert und aufgeregt. Eine falsche Bewegung - morgens um acht, nach vier Stunden Schlaf ja gar nicht so unwahrscheinlich - und viele Stunden Arbeit wären umsonst. Umsonst im Sinne von: Sieht zwar kacke aus, schmeckt aber lecker.
Schön, wenn man sich manchmal noch selbst übertreffen kann. Das wird ja im Alter seltener.